Verdi: Messa da Requiem

Schon in meiner Jugend, als ich mich zum ersten Mal mit klassischer Musik beschäftigte, hat mich dieses Werk fasziniert und gefesselt. Natürlich kannte ich zu diesem Zeitpunkt nur das bekannte „Dies irae“. Mit der Zeit lernte ich aber die Poesie des Ganzen schätzen und durfte das Werk auch live im Dortmunder Konzerthaus miterleben. Es war eine großartige Vorstellung. Hier nun eine Version mit dem Mailänder Scala-Orchester und Luciano Pavarotti. Viel Vergnügen!

Der Entwicklungsplanet

 

 

Ich weiß, was sie wissen.

 

Sie wissen nicht, dass ich weiß was sie wissen.

 

Und er weiß, was ich wissen will.

 

Ich gehe aus seiner Nähe, folge den Spuren unseres letzten Laserkampfes in Richtung der großen Hügel. Ich vermeide es sie Berge zu nennen, es sind mehr Buckel auf dem Rücken der Landschaft. Eine karge Steppen- und Wüstenlandschaft, nur spärlich bewachsen mit kakteenartigen Gewächsen und sonnenresistenten Sträuchern hie und da, bevölkert von Insekten, Spinnen, Skorpionen, Fertawhas – riesigen Sechsfüßern, die sich vor allem verstecken, was hier in letzter Zeit so passiert ist. Die Ferthawas sind womöglich die einzigen von diesem Planeten stammenden Lebewesen, die meisten anderen haben unsere Entwickler von SecondEarth importiert, dem Zwillingsplaneten der guten alten Erde, die sich viele Lichtjahre entfernt befindet und vom hiesigen Krieg vielleicht noch überhaupt nichts weiß. Die Machthaber von SecondEarth warten jedenfalls schon Jahrhunderte darauf, dass in diesem Teil der Milchstraße endlich wieder Frieden herrscht – aber wer kennt schon die Pläne der Regierung? Wir Androiden bestimmt nicht! Schon dass die fremden Tiere hierher importiert wurden, ist ein Kriegsgeheimnis unserer Regierung, das nur die hier kämpfenden und lebenden Menschenähnlichen kennen. Es handelt sich dabei größtenteils um giftspritzende, höchst aggressive Tiere, die darauf trainiert werden, alle Zweibeiner zu attackieren, die keine oder nur wenig Wärme ausstrahlen, also uns; Fertawhas und Menschen haben zumeist ihre Ruhe vor ihnen. Es geht darum, unsere Aufmerksamkeit zu trainieren. Der Entwicklungsplanet, auf dem wir hergestellt werden, soll nämlich schwierigste Kampfbedingungen bieten für die neuesten Modelle. Das gentechnisch manipulierte, mit Nanorobotern durchsetzte Gift dieser Wüstentiere zersetzt unsere Relais und Prozessoren in Nullkommanichts, ganz zu schweigen von den Folgen der unerbittlichen Hitze, die ganz schön an die metallene Substanz geht. Hier überleben nur die Zähesten und Besten! Der Entwicklungsplanet weiterlesen