Kategorie-Archiv: Musik

Interpretationen

… sind teuflisch, so lange sie wertender Natur sind. Implizieren sie doch, dass entweder Autor oder Leser einen Fehler gemacht haben: einen Text zu verfassen, den niemand versteht bzw. einen Text zu lesen, ohne den Sinn zu begreifen. So ist das allpropagierte Mittlertum zwischen Text und Leser lediglich eine Kontrathese, die sich schon im Vorhinein aufbäumt, über den Text stellt und schreit: der Mensch ist fehlerhaft!

Anders verhält es sich bei der künstlerischen Interpretation von Texten oder besser noch musikalischer Kompositionen. Hier wird mit dem Grundmaterial gespielt, es wird neu eingeordnet, Bedeutungen werden verliehen und nicht festgezurrt. Der Autor/Komponist muss sein Werk nicht selbst kommentieren oder bestätigen, sondern errichtet lediglich das Basislager, von dem aus andere Begabte zu neuen Gipfeln stürmen können.

So ist m. E. Interdisziplinarität in Bezug auf wertende Interpretation (in Kritik inbegriffen) ein sehr schwieriges Unterfangen und jeder, der sich als Tausendsassa in kulturellen Angelegenheiten begreift, sollte über diesen Punkt nachdenken, bevor er zur Tat schreitet.

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Klassische Musik

Meinen Zugang zur Klassik fand ich, wie andere auch, über bekannte Passagen, Chöre, Symphonien. Bestimmte Stücke wurden in Film, Funk und Fernsehen immer wieder verwendet, so dass ich irgendwann mit 16 Jahren anfing zu recherchieren, wer dahinter steckte. Einer der ersten Komponisten, den ich auf diese Art für mich entdeckte, war Richard Strauss („Also sprach Zarathustra“).

Natürlich waren mir auch die Symphonien Beethovens nicht unbekannt. Auch Tschaikowsky fand relativ früh seinen Platz in meiner Klassik-Sammlung (1. Klavierkonzert). Es sollten viele weitere hinzukommen …

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