Alle Beiträge von Sven Kloepping

Gestrandet auf den Philippinen – helft Matthias Gürtler!

Mein guter Freund Matthias sitzt auf den Philippinen fest, nachdem er nicht auf der Passagierliste für den Rückflug gefunden wurde. Zu allem Überfluss wurde er auch noch zusammengeschlagen und lag dort lange im Krankenhaus. Mittlerweile ist er schon über 2 Monate dort und verzweifelt langsam. Jede Hilfe ist willkommen:

Hier der Link zur FB-Spendenaktion.

Alternativ könnt ihr mir auch eine Mail schreiben, um Näheres zu erfahren.

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Wikipedia – frauenfreie Zone?

Vor ein paar Monaten war das Medienecho groß, als herauskam, dass eine Liste mit deutschsprachigen SF-Autorinnen bei Wikipedia verhindert werden sollte. Sogar Team Böhmermann berichtete im Neo Magazin Royale (Sendung vom 18. April). Statt solch interessanter Listen werden bei den Wikis z. B. Listen mit Schiffen namens “Amazone” veröffentlicht (denn alle Frauen sind Amazonen). Seltsame Menschen mit seltsamen Ansichten beherrschen scheinbar größere Teile der Wikipediawelt und nehmen dabei Einfluss auf das, was gewusst werden darf.

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Die Indifferenz der Alten

Alles schon mal gesehen: Mädchen mit Tattoos, Jugendliche in Death-Metal-Kutten, verfeierte Technojünger bei McDonald’s. Wir gehen dran vorbei, denken: schön war’s – und das war’s. Keine Aufregung mehr, keine Neugier, nur Indifferenz.

Aber das ist ja nicht erst seit gestern so. Schon vor 20 Jahren haben die Alten gedacht: Nackte im Theater, na und?

Die Generationen fließen ineinander, ihre Werte werden eins, mit einem kleinen Unterschied: die Alten sind leicht gelangweilt, weil die Jugend nix Eigenes auf die Beine kriegt, die Jugend leicht enttäuscht, weil die Alten sich über nix mehr aufregen.

Zumindest im Elternhaus darf rebelliert werden: 20 Std. Dauerwischen (nicht den Boden, aufm Smartphone Aldaaa), Widerworte ganz wie früher, Freund/Freundin über Nacht zu Besuch.

Ein paar Werte bleiben doch, möchte man meinen. Aber auch das Thema ist schon längst tausendmal beackert. Na ja, liegen die Themen halt brach wie ein Feld, das monokulturell ausgebeutet wurde. Wen interessiert’s. Hauptsache die Kartoffeln liegen aufm Teller und der Wein hat Zimmertemperatur. Dann gibt’s demnächst halt Wein vom Amazonas. Und ja: Krokodilledertaschen, das wär doch mal wieder was Neues!

Na ja. Ich hab hier leider keine Zeit mehr, muss noch ein paar Pandas killen. Servamus!

Interview mit Thomas R.P. Mielke

TRP Mielke ist seit Jahrzehnten eine lebende Legende der deutschsprachigen SF-Szene. Er schrieb viele Romane, räumte etliche Preise ab und arbeitete quasi “nebenher” in wichtigen Positionen der internationalen (Werbe-)Industrie. Wir stellten ihm einige Fragen zu seinem Schaffen, der deutschen SF-Szene und dem “Sakriversum” …

 

Thomas, du bist eine Ikone, eine Perle, ja, eine Hauptschlagader der SF-Szene. Was hat sich seit den 80ern, als du deine größten literarischen Erfolge feiertest, geändert?

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Interpretationen

… sind teuflisch, so lange sie wertender Natur sind. Implizieren sie doch, dass entweder Autor oder Leser einen Fehler gemacht haben: einen Text zu verfassen, den niemand versteht bzw. einen Text zu lesen, ohne den Sinn zu begreifen. So ist das allpropagierte Mittlertum zwischen Text und Leser lediglich eine Kontrathese, die sich schon im Vorhinein aufbäumt, über den Text stellt und schreit: der Mensch ist fehlerhaft!

Anders verhält es sich bei der künstlerischen Interpretation von Texten oder besser noch musikalischer Kompositionen. Hier wird mit dem Grundmaterial gespielt, es wird neu eingeordnet, Bedeutungen werden verliehen und nicht festgezurrt. Der Autor/Komponist muss sein Werk nicht selbst kommentieren oder bestätigen, sondern errichtet lediglich das Basislager, von dem aus andere Begabte zu neuen Gipfeln stürmen können.

So ist m. E. Interdisziplinarität in Bezug auf wertende Interpretation (in Kritik inbegriffen) ein sehr schwieriges Unterfangen und jeder, der sich als Tausendsassa in kulturellen Angelegenheiten begreift, sollte über diesen Punkt nachdenken, bevor er zur Tat schreitet.

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