Mund zu, Somuncu!

Jaaa, da isser wieder. Hatenight Folge XY ungelöst. Hält seine dämliche Fresse ins Handy, das auf ne rutschfreie Autoablage montiert ist, weil ihm sonst wieder mal alles um die Ohren fliegt, dem Poser. Labert irgendso’n Scheiß über Tibet und wie dreckig da doch alles sei, von wegen China hätte wenigstens n bisschen Kultur reingebracht und die Buddhisten sollten doch gefälligst ins Nirwana eingehen, denn hier ham sie eh nix mehr verloren.

Typisch hey. Sich über andere lustig machen, weil man selbst nix gebacken bekommt. Dabei wette ich, dass er heimlich für ein freies Tibet spendet. Jau, garantiert: jeder zehnte Euro, den er mit seinem Hassistenquatsch anschafft, geht direkt an den Dalai Lama, dem er mit Sonnenbrille und Perücke heimlich zujubelt, wenn der sich mal herab begibt nach Köln, auf die Überholspur, direkt in Somuncus Gewissen.

Besitzt dieser Typ überhaupt eins? Ich glaube schon. Denn wer so eloquent und spontan derartige Haufen Mist rauswürgen kann, der muss zumindest schon mal an ner Tüte Psychologie oder Humanismus geschnüffelt haben. Privat isser bestimmt voll der Brave und lässt sich unterm Pantoffel von seiner großen Liebe, einer Deutschlehrerin aus der dritten Klasse, moral verwöhnen. „Setzen, Serdar! Nächstenliebe!“ Und in Serdars viel zu kleinem Frontallappen blitzen wieder Bilder auf von blutenden Philosophenbärten und brennenden Physikerköpfen!

Doch statt mit einer solch großartig angeknockten Psyche unser nächster Hassolini zu werden, onaniert er nur verbal um die Wette mit Uwe Ochsenknecht, dessen schauspielerisches Talent er selbst in kühnsten Träumen nicht erreichen wird.

Und so geht’s weiter, Folge 13, 18, 583 … Hatenight ist in, weil Hasskommentare in sind. Leute, frönt dem Hassismus und vergesst dabei nicht, Satire zu erzwingen! Folgt dem falschen Schein, dem kaputten Humor, dem quotengeilen Tourette-Anarcho.

Ja, Leute. Folgt eurem Somuncu – und macht jetzt den Mund zu!