Kritik an Gottes Grundsätzen …

… wäre in vergangenen Jahrhunderten mit Verhaftung, Folter und Tod bestraft worden. Heute ist es ganz normal, Gott zu ignorieren oder gar zu verteufeln. Ich will hier nicht über Gott herziehen – vielen Menschen hilft es an ihn zu glauben -, nur einen Fehler in seiner Kommunikationskette offen legen.

Es geht hauptsächlich um folgenden Bibelvers (via bibeltext.com):

1.Mose 1
27Und Gott schuf den Menschen ihm zum Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie einen Mann und ein Weib. 28Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehrt euch und füllt die Erde und macht sie euch untertan und herrscht über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über alles Getier, das auf Erden kriecht. 29

(Bildquelle: artnetwork-society.de)

Wenn dieser Gott nun also Menschen aus der „Rippe des Mannes“ schuf (klarer Hinweis auf den Einsatz von Klontechnologie), sie darüber hinaus „im Bilde Gottes“ designte (Gentechnologie), um sie auf einem Planeten auszusetzen, der für ihr Überleben und ihren fortdauernden Bestand die idealen Voraussetzungen bot … warum hat er ihnen dann befohlen, ihn erst einmal zu (über)bevölkern?

Dass Tiere zunächst unterworfen werden mussten, war ohnehin klar. Aber dass Gott in seiner Weisheit nicht voraus gesehen hatte, wie viel Probleme eine Population von bereits einer Milliarde Menschen verursachen würde, das erschließt sich mir nicht.

Er hätte doch erst einmal versuchen sollen, verschiedene Testzonen für menschliches Leben einzurichten, versehen mit allem notwendigen Know-how, um – sagen wir – Raumschiffe zu bauen, die mit anderen der von ihm geschaffen Spezies kommunizieren können. So hätten Probleme frühzeitig erkannt und „entwickelt“ werden können. Heutzutage ist das angesichts von Großkonzernen und Großmächten nahezu undenkbar geworden. Denn was immer der Ultrakapitalismus auch vorgibt zu sein – „flexibel“ ist er bestimmt nicht.

Sicher braucht jegliches Leben eine Art „Vermehrungsformel“ – hier eben Sex und der Spaß daran, neues Leben zu erschaffen. Doch erstens hätten m. E. zunächst die Konsequenzen besser ausgelotet werden können: Wie löst man das Müllproblem? Wie reagieren Menschen unterschiedlicher Hautfarbe aufeinander? Was ist das beste und umweltschonendste Fortbewegungsmittel? Außerdem hätten andere Lebensformen und deren Fortpflanzungsstrategie von ihm (bzw. ihnen) viel näher beleuchtet werden müssen.

Aber so wirkt es wie: „Na ja, einfach mal die Menschen irgendwo absetzen, die werden schon klar kommen, ne.“

Aus diesen und anderen Gründen beschleicht mich immer mehr das Gefühl, dass hier auf diesem Planeten eine funktionierende, Jahrmillionen alte Population von Reptiloiden schlichtweg ausgerottet wurde („Meteoritenschauer“, ha ha), um danach menschliches Leben zu installieren, das evtl. bei verschiedenen intergalaktischen Problemstellungen hilfreich sein könnte. Wie gesagt, das erscheint alles nicht sehr durchdacht und ist nur auf Fortpflanzung ausgerichtet gewesen. Ansonsten hätte Gott nämlich zu Eva ins Ohr geflüstert: „Hey du, versuch doch erst mal mit den Lebewesen um dich herum zu kommunizieren und von ihnen zu lernen, bevor du diesem geklonten Steinzeitkrieger da einen Bub zur Welt bringst.“

Gelle?