Beam eBooks unseriös?

Viele von euch kennen den eBook-Anbieter Beam. Der wurde im Februar von Lübbe aufgekauft. Seitdem scheinen weder Shop noch Selfpublisher-Services richtig zu funktionieren …

Anscheinend werden im Beam-Shop Bücher angeboten, die gar nicht mehr existieren dürften. Denn wenn man in seinem Selfpublisher-Konto auf „Titel deaktivieren“ klickt, passiert … nichts. Der Titel bleibt im Sortiment, wird weiter über den Shop abgerechnet, falls jemand ihn käuflich erwirbt. Das wäre ja noch ertragbar. Aber dass man als rechtmäßiger Eigentümer seines Werkes bei der Abrechnung hintergangen wird, nicht. Wenn man sich nämlich einloggt und seine Kontodaten sowie die Bestellübersicht anzeigen lassen will, ist die Anzeige nur auf 2017 begrenzt. Alle Titel, die vor diesem Zeitraum abgerechnet und von Beam noch nicht bezahlt wurden, werden nicht mehr angezeigt.

Da steht einem dann schon der Mund offen.

Bei mir sind es zum Glück nur 10 EU und ein paar Zerquetschte. Aber was ist mit AutorInnen, die Beam als (Neben-)Erwerbsquelle nutzen? AutorInnen wie Myra Cakan, die sich jüngst bei Facebook äußerst negativ zu Beam geäußert hat? Wir finden das sehr unprofessionell und Lübbe sollte sich schleunigst etwas überlegen, um die Missstände zu beseitigen, sonst … ja, traurig dass man heutzutage noch nicht einmal mehr drohen kann. Wegen 10 EU werde ich nämlich nicht den Anwalt einschalten.

Aber vielleicht sollten sich einmal ein paar Selfpublisher und Kleinverleger zusammenschließen und gegen dieses unseriöse Geschäftsmodell vorgehen. Nur so als Vorschlag.

Natürlich ist dieses Gebaren auch schon anderen aufgefallen – sowohl Selfpublishern wie Lesern. Hier einige interessante Artikel:

Phantanews: „Kleines Update zu Beam eBooks und Trusted Shops: Kritik unerwünscht“

lesen.net: “Fehler 1200”: Turbulenzen bei Beam eBooks“

Als Beweis für die unsaubere Abwicklung über die Beam-Website habe ich hier auch einmal einen Screenshot meines privaten Kontos, der offen legt, dass Daten nur aus 2017 einsehbar (und abzurechnen) sind. Ob das mit den Gesetzen vereinbar ist … wohl eher nicht.

 

beam ebooks konto screenshot

 

 

 

 

 

 

 

 

Zum Schluss bleibt eigentlich nichts anderes, als all (meinen) Lesern zu raten, eBooks nicht über Beam zu bestellen, sondern beispielsweise über Amazon, wo die Abrechnung immer sauber abläuft.